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Nackter Siegfried

Read 160 times Zuletzt geändert am Sonntag, 04 Oktober 2020 16:07
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Vermutlich weitgehend unbeachtet befindet sich in der Nordstadt am Kanalweg ein Nazidenkmal von Emil Sutor: "Kämpfer mit Schwert und Schild" oder bekannt als "der nackte Siegfried". Ursprünglich geschaffen wurde das Denkmal 1938 für die Forstner-Kaserne am Ende der Straße. Dort ist heute das Kulturhaus Mikado, das Fünf und die Amerikansiche Bibliothek beheimatet. Das Gebäude gehört zur Wohngenossenschaft Mika.

Emil Sutor wurde 1937 Mitglied in der NSDAP und hat eine Vielzahl an Arbeiten für die Nationalsozialisten erstellt. Er schuf Helden- und Kriegsdenkmäler und andere heroische Skulpturen wie die "germanische Familie". Eines seiner monumentalen SA-Denkmäler hat er für die Stadt Singen entworfen.  

Etwa 2009 wurde das Denkmal "Der nackte Siegfried" mit roter Farbe künstlerisch umgestaltet. Das Schwert war schon länger vorher entfernt worden, die Einschusslöcher auf der Brust sind vermutlich auch älteren Datums.

2019/20 wurde m Rahmen einer Renovierungsmaßnahme der Stadt Karlsruhe ein neues Schild mit Beschriftung angebracht und möglicherweise aus Unkenntnis des Diskurses um die Umgestaltung die farbliche Ergänzung zerstört.

Wie sollte es nun mit den Denkmal weitergehen? Eine Schwertlilie könnte den Knauf des Schwertes ergänzen? Die rote Farbe könnte wieder aufgetragen werden?

 

Bestimmt machen sich vor allem die direkten AnwohnerInnen Gedanken über das Denkmal. Ich freue mich darauf in Kontakt zu kommen mit weiteren Menschen, die hier etwas gestalten wollen.

 

Fotos:

  • Mit Schwert: Günter Josef Radig 2002
  • Detailaufnahme mit Farbe: Tom Hapgood 30. Juni 2009
  • Ohne Schwert mit Farbe: Tom Hapgood 30. Juni 2009
  • Mit Gladiole sowie Schild: Tjorven Kohl 4. Oktober 2020

 

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